“Wetwork” – A hydroconstruction of interconnectivity?

II. Theoretische Grundlagen (oder: Vater Unser im Netzwerk)

2016-02-21

Unser Netzwerk – dessen Funktion, im Grunde wie das Wasser, in seiner situationsspezifischen Anpassungsfähigkeit an bestimmte Lagen—ist—ein Organismus, in dynamischer Entwicklung; im Chaos der Informationsvielfalt, als Folge von Heterogenität, jederzeit und überall zur Verfügung; das Bewusstsein – in der Erkenntnis des Einzelnen: ein kontinuierliches Verlangen—verbunden mit der Vision von Sucht nach dem Erhalt und Wachstum dieser Verfügbarkeit (von Wissen), in Abhängigkeit von einer, der einzigen, dem Menschen historiographisch-konsistent-eingeschriebenen, inhärenten Eigenschaft: Dem unterbewussten Streben nach Macht, das als Analogie in formaler Beschreibung, mit rhetorischen Mitteln: in der Teleologie des Lebens, existiert – Unser Netzwerk ist ein: sich aus zahlreichen Mikrosystemen zusammensetzendes, dynamisches Makrosystem, das sich selbst organisiert; in anderen, pragmatischen Worten: Ganz allgemein, lässt sich ein Netzwerk als: Verbindungen (connections) zwischen Entitäten, definieren. Gültigkeit erfährt diese Definition,  durch die Möglichkeit der ganzheitlichen, konsistenten Anwendung in der Bedeutung von »Netzwerk«:
Computernetzwerke, Stromnetze – nach Hansen aus Individuen bestehende Kollektive wie China oder Deutschland – und andere soziale Netzwerke: Ganz gleich, welche Entität, also – was als »Netzwerk« bezeichnet wird; alle Netzwerke haben eine, und zwar die gleiche, grundlegende Eigenschaft ein und desselben Prinzips: Die Ganzheit eines Netzwerks, ergibt sich aus der Summe seiner Bestandteile.
Bis zur Entwicklung dieser: einer integrativen Auffassung von »Ganzheit« war der Weg dorthin ein langer, währenddessen ihre Struktur im Dualismus dialektisch verzeichnet wurde. Dualistische Konzeptualisierungen, konstituieren sich immer (wie im Terminus „dual“ bereits vorgeschrieben- und verzeichnet) aus 2 Grundannahmen innerhalb einer 1 Ganzheit: Aus Polarität zum einen, die entweder, eine notwendige Komplementarität dieser beiden Positionen, in einer (polariserten- oder polarisierenden) Welt – über 2 Extrempunkte, die voneinander abhängig sind, kennzeichnen – oder: Exklusion bezeichnen; in Antagonismen oder (als spezielle Form des logischen Widerspruchs) in Antinomien – wird über Exklusion: insgesamt, eine Ganzheit, bestehend aus zwei, sich einander ausschließenden Positionen, definiert; alle Formen des Dualismus setzten sich 3 Elementen zusammen  führen zur Exklusion (nicht nur) der integrativen Netzwerktheorie des Konnektivismus  von George Siemens.
„Höflichkeit im Chinesischen (1998)“ von Liang Yong, zeichnet sich, im Kontext der erwähnten Ansichten eines Dualismus, aus – zum einen durch: Polarität im interkulturellen Vergleich, zum anderen über kulturspezifische Exklusion von Universalität.

Der Konnektivismus (engl. Connectivism) bezeichnet eine Lerntheorie aus der Psychologie, deren Begründer ein kanadischer Psychologe namens George Siemens ist; der nach ihm benannte Konnektivismus bezieht sich: auf die Funktion der Wissensaneignung, und bedeutet –: Das „Lernen“ im digitalen Zeitalter.
Die 1 konnektivistische Theorie des »Lernens« grenzt sich dabei einerseits, modelltheoretisch vom 2 (amerikanischen) Behaviourismus, 3 Kognitivismus und 4 Konstruktivismus ab, andererseits, wird die Hauptannahme der Medientheorie (mit Harold Innes, Marshall McLuhan, Benjamin Walter, Friedrich A. Kittler) als (diskursbestimmende) Gegebenheit (a priori) für den Erwerb von Wissen (Das »Lernen«) definiert.
Dieses ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts geprägt, durch die Idee, dass Entscheidungen heutzutage auf keinem festen Boden mehr gefällt werden, sondern auf einem instabilen Fundament, das von: sich ständig verändernden Grundannahmen, nicht nur geprägt, sondern maßgeblich beinflusst wird. George Siemens schreibt in „Connectivism: A Learning Theory for the Digital Age“ (2004):
Learning is a process that occurs within nebulous environments of shifting core elements – not entirely under the control of the individual. Learning (defined as actionable knowledge) can reside outside of ourselves (within an organization or a database), is focused on connecting specialized information sets, and the connections that enable us to learn more are more important than our current state of knowing. (xx)

Nach Siemens, besteht der Konnektivismus aus dynamischen Verflechtungen in einem Netzwerk an Knoten und Verbindungen, und kann als kennzeichnendes Merkmal für das »Lernen« zu Beginn des 21. Jahrhunderts, verstanden werden:
Connectivism is the integration of principles explored by chaos, network, and complexity and self-organization theories. Learning is a process that occurs within nebulous environments of shifting core elements – not entirely under the control of the individual. Learning (defined as actionable knowledge) can reside outside of ourselves (within an organization or a database), is focused on connecting specialized information sets, and the connections that enable us to learn more are more important than our current state of knowing. (xx)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts, haben wir Technologien entwickelt, die es uns erlauben, unser en Wissen exponentiell zu steigern. Die „Halbwertzeit von Wissen“ beschreibt die Zeitspanne vom Zeitpunkt des Wissenserwerbs bis zum Punkt seines Verfalls – wenn Wissen obsolet wird (Gonzales 2004).
Im digitalen Zeitalter werden die Wissensfindung und deren Erwerbsprozess mit semi-automatischen Lernmechanismen angereichert; schließlich ist es möglich: die (konnotativ–feministisch überzeichnete) „Multi-tasking“-Methode, in ihrer vollen semantischen Tragweite zu erfassen, und abbildend darzustellen:  Spätestens mit der erfolgreichen Entwicklung von Tablet PCs wurde das digitale Prototyp geboren, das den modernen Buchdruck ersetzen wird, der aus Sicht von heute, bereits wie Lithographie aus der Steinzeit wirkt-, aus der, in der Sicht auf morgen, gar nicht mehr die Rede sein wird:
Das Standardvolumen von Datenspeichern in TabletsPCs, kann, quantitativ, den gesamten Literaturumfang mehrerer Bibliotheken in lesbaren Daten speichern, die nicht nur jederzeit (lesbar) und (in digitaler Buchform) überall zugänglich sind, die sich außerdem, als eigenständige Zeichen- oder Informationssysteme analysieren und definieren lassen; gescannte Buchtexte (Bilddaten) werden, semi-automatisch, über OCR (Optical Character Recognition – eine Technologie, die vom herkömmlichen Anwender per Fingerkuppenkontakt ausgelöst, über, -spitzt formuliert, intelligente, hyper-sensible Multi-Touch-Screens erfolgt) – in digitale Texte umgewandelt: in der (linguistischen) Korpusanalyse besteht der Objektbereich der Korpuslinguistik. Die Erkenntnisse aus diesem Bereich, haben nicht nur in der Vergangenheit bereits zum Verständnis von Sprachgebrauch- und Verwendung beigetragen sondern, sehen – in der quantitativen–qualitativen Makroanalyse von Sprachdaten – Möglichkeiten, deren erkenntnistheoretisches Potential weit über den Bereich der Sprachwissenschaften, hinausreicht.
Im 21. Jahrhundert, denkt man in erster Linie nicht an digitale Lexika, sondern an Suchmaschinen im Internet, die in der Indexierung von Billionen von Dokumenten einen Datenkorpus einer Größe von über 100 Millionen Gigabyte innerhalb von Sekundenbruchstücken durchsuchen; nochmal: das (statistisch gesprochen) gesamte––gesammelte Wissen der Menschheit steht jedem Benutzer indirekt jederzeit und überall zur Verfügung   „Analogie dem Endbenutzer zur mühsamen Suche von früher durch ihre Selbstverständlichkeit gar nicht erst in den Sinn führt. Fachbegriffe werden seit vielen Jahren über Tastaturen per Knopfdruck in einer digitalen Suche ermittelt; seit vielen Jahren ebenfalls möglich, ist die Suche von Fachbegriffen über Spracheingaben, indem man mit seinem Computer kommuniziert: Voice-Recognition, eine Engine, die einer Software ermöglicht, phonetisches Material (gesprochene Sprache oder akustische Signale) in das Sprachsystem seiner formale Sprache umzurechnen.
In der Postmoderne verschwindet das Medium „Buch“ gänzlich von der Projektionsebene und wird bald einen ähnlichen Status wie Schallplatten zugewiesen bekommen; zwar wird sie unter funktionaler Einschränkung fortgesetzt werden – – recurrent weiter eifern, die alte, die bekannte Geschichte der Verzeichnung – aber gewiss nicht weiter, gehen wird die Rolle von Autor- und Autorschaft; in andere Komunikationskanäle soll sie geleitet werden; in encodierte, isolierte Bahnen, um sich vor der scheinbar inhärenten Aemulatio im Streben des Menschen, von ihrem eigenen Konzept selbst überbieten zu lassen.

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